Buddha for Business: 3 Prinzipien der Achtsamkeit für mehr Erfolg im Job

Content Queen Lisa Gutknecht
  • Name: Lisa
  • Wohnort: Hamburg
  • Job-Titel: Redakteurin für SEO, PR & Corporate Publishing
  • Herzensthemen: Meditation und Achtsamkeit

Die Hände bequem auf seinem dicken Bauch abgelegt, beobachtet Klein-Buddha feine Rauchschwaden gen Decke wabern. Sie duften nach Patschuli und erinnern an warme, matschige Erde. Atmen, ankommen, verwurzeln: Was wir von Buddha fürs Business lernen können. 

Stundenlang im Schneidersitz meditieren und trotz schmerzender Gelenke krampfhaft auf die Erleuchtung hoffen? Nein, das meine ich nicht, wenn ich davon spreche, von Buddha zu lernen. Ein zeitgemäßer Ansatz ist gefragt, der sich mit Remote Arbeiten, Multitasking und Netzwerken verbinden lässt. Schließlich sitzen wir heute, fast 3.000 Jahre nach Siddharta, nicht mehr starr unter einem Baum und denken an nichts. Im Gegenteil: Wir denken viel, bewegen uns viel und arbeiten viel; am Schreibtisch, auf der Couch oder im Co-Working-Space, Laptop und Smartphone immer parat.

Wie also lässt sich Achtsamkeit mit dem modernen Arbeitsalltag verknüpfen? Hier sind meine drei wichtigsten Learnings, inspiriert by Buddha himself:

1. Ich vergleiche mich nicht mit anderen

Eines der wichtigsten Achtsamkeitsprinzipien ist das „nicht Urteilen“. Gemeint ist das Loslassen von festen Konstrukten in unseren Köpfen. Sie sorgen dafür, dass wir Frauen und Männer, Chefinnen nd Chefs, Influencer*innen, Feminist*innen, Skinny oder Plus Size Models sofort in vorgefertigte Schubladen stecken.

Gar nicht so einfach, sich im Alltag davon zu verabschieden. Doch sobald wir aufhören, unser Umfeld und uns selbst zu bewerten, können wir uns auch vom ständigen Vergleichen mit anderen lösen. Seit ich mich darin übe, arbeite ich viel freier und kreativer. Jeder Mensch ist einzigartig, vollkommen und unvergleichlich. Niemand passt in eine Schublade, weder du noch ich. Wozu also der Vergleich?

Content Queen Lisa Gutknecht

2. Ich übe mich in Geduld

Auch wenn ich kein Fan von Kalendersprüchen bin: „Der Weg ist das Ziel“ habe ich mir inzwischen imaginär hinter die Ohren tätowiert. Geduld liegt mir so fern, wie als Vegetarierin Salami zu essen. Ein Ziel vor Augen oder eine Vorstellung im Kopf und ich will am liebsten gestern das Ergebnis sehen.

Geduld ist eine meiner schwersten Übungen. Doch zu erkennen, dass jeder einzelne Schritt ein Ziel in sich ist, war ein Game-Changer für mich. Seither kommt der Erfolg fast von alleine. Die Achtsamkeit lehrt uns, das Jetzt zu feiern. Auch wenn ich irgendwann gerne Autorin wäre und an diesem Wunsch festhalte, verliere ich den Moment nicht aus den Augen. Jetzt gerade bin ich unendlich dankbar, als Teil meines Jobs diesen Text schreiben zu dürfen. Alles andere kommt, so oder so – oder eben anders.  

3. Ich vertraue auf meine Entscheidungen

Als Freelancerin stehe ich ständig vor Entscheidungen: Den Auftrag annehmen oder absagen, den Urlaubstag für ein neues Projekt canceln oder nicht, ständig Ja oder auch mal Nein sagen, mehr Honorar verlangen oder Kompromisse machen…

Die Zeit, mich stundenlang meditierend mit dem Für und Wider auseinanderzusetzen, habe ich nicht. Inzwischen aber kenne ich die Signale meiner Kopf-Herz-Bauch-Achse gut. Ich kann mir vertrauen, im aktuellen Moment immer die richtige Wahl zu treffen. Und selbst, wenn ich damit auf die Nase falle, weiß ich: Was jetzt ist, ist jetzt genau richtig.

Selbst-Vertrauen ist Übungssache. Genauso wie Geduld und die Offenheit, sich von altbekannten Mustern zu lösen. Mal klappt es mit der Achtsamkeit, mal ertappe ich mich im Vergleichen, Urteilen und Misstrauen. Was dann? Atmen, ankommen, verwurzeln. Und der Patschuli-Duftwolke beim Aufsteigen zusehen.