Content Queen of the Month January: Dr. Marie Elisabeth Mueller

Content Queens Global Marie Elisabeth Müller
  • Name: Dr. Marie Elisabeth Mueller
  • Job-Bezeichnung: Digital Journalism Educator and Social Storytelling Coach

Dr. Marie Elisabeth Müller ist Hochschullehrerin und Coach und bringt im April ihr neues Buch „Social Storytelling“ beim Rheinwerk Verlag heraus. Sie ist 2020 zu den Content Queens gestoßen, übernimmt in der neuen Netzwerkstruktur den Lead im Bereich Video-Mitgliedervorstellung und ist unsere Content Queen of the Month im Januar 2021! Meine Fragen hat sie ausführlich beantwortet und dabei sehr viel Spannendes über sich und ihre Arbeit verraten!

Das ganze Interview kannst du dir Frage für Frage durchlesen. Wenn du wenig Zeit hast, scroll einfach ein bisschen nach unten. Da habe ich dir einige der Fakten aus dem Interview zusammengefasst!

Interview mit Dr. Marie Elisabeth Mueller

Ich bin Hochschullehrerin für Digitalen Journalismus und Visuelle Kommunikation und promovierte Medienwissenschaftlerin mit einer Arbeit zu Digitalem Storytelling im Film. Ich bin auch professionelle Broadcast Journalistin und Regisseurin und habe mich spezialisiert auf mobile und kosteneffiziente Lösungen für Content und Kommunikation und schlanke Newsroom Workflows. Ich war lange für SWR2 in Stuttgart und Baden-Baden tätig, bevor ich als Hochschullehrerin an deutschen Hochschulen und auch im Ausland zu unterrichten begann, unter anderem in Kenia, England, Dänemark, Norwegen, Indien und in den USA. Ich hätte es nicht gedacht, aber jetzt liebe ich es, junge Menschen, ja Menschen jeden Alters zu unterrichten. Ich merke, wieviel Glaubwürdigkeit meine Erfahrung mir gibt und wieviel genuines praktisches Wissen ich weitergeben und umgekehrt auch beispielsweise von Millennials lernen kann. Unterrichten bedeutet heute, zusammen zu lernen, gemeinsam neue Technologien zu testen, innovative Use-Cases und Anwendungen zu finden, Content zu kreieren und neues Wissen aufzubauen. Meine Lehre und mein Training sind interaktiv, agil und schnell.

Als Trainerin und Coach für Multimedia Storytelling und Content Strategie bin ich freiberuflich tätig. Dadurch bleibe ich weiter in Kontakt mit der Industrie und mir liegt daran, mein Spezialwissen auch außerhalb des Campus an Newsrooms, aber auch an kleine Unternehmer, Mittelständische Unternehmen, NGOs und andere Organisationen weiterzugeben. Ihnen helfe ich, Social Media und digitales Storytelling zu verstehen und professionell für sich zu nutzen und richtig anzuwenden. Das ist keine Quantenphysik, aber es gibt einige wichtige Regeln und Tricks, die man unbedingt beachten sollte. Dafür braucht es aber externe Spezialisten wie mich, die sich wirklich auskennen und den Unternehmen das Leben leichter machen können. Ich bin ganz früh sehr tief bei allen Entwicklungen in der digitalen Content Produktion und Kommunikation mitgegangen. Deshalb habe ich heute Spezialwissen und ganz praktisches Können und verstehe außerdem, das interaktiv gut zu vermitteln. Dafür brenne ich.

Lebenslang lernen und Wissen weitergeben – das ist mein Lebenselixier. Seitdem ich als Jugendliche in den Schulferien im Lagerhaus der „Supermarkt“-Kette gejobbt habe, habe ich immer gearbeitet und meine gesamte Ausbildung selbst finanziert, auch während meines Studiums und meiner Promotion. Das hat bestimmt damit zu tun, dass Arbeit für mich immer auch Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und auch Mobilität bedeutet. Durch meine Arbeit bin ich auch immer nah dran geblieben am Alltag von Menschen und technologischen Trends, die unsere Gewohnheiten prägen. Meine Freude, an neuen Entwicklungen mitzuarbeiten und meine kreative Neugierde an innovativen Technologien führen dazu, dass ich mich professionell immer wieder verändere und weiterentwickele.

Unsere Großeltern hatten oft keine Wahl, sie gingen ihr Leben lang der gleichen Arbeit nach, oft auf derselben Stelle. Das ist in Deutschland in vielen Bereichen leider noch immer das herrschende Mindset und versperrt den Weg für mehr Inklusion, Diversität und innovative Lösungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen, beispielsweise auch für gut ausgebildete Migranten, Menschen mit vielseitigen Kompetenzen und allgemein für die Mobilität von Menschen und flexiblere Arbeitsverhältnisse. In anderen Weltregionen ist Veränderungsbereitschaft ein Plus im Lebenslauf und Innovationstreiber in Unternehmen und auch in Hochschulen.

Mein Herzthema ist „Diversität“, gesellschaftlich und in der Arbeitswelt. Ich setze mich für Inklusion und die Repräsentation von in unserer Öffentlichkeit unterrepräsentierten Gruppen ein, wie weibliche Expertinnen im Fernsehen, oder schwarze Deutsche in Medien. Inklusion fängt mit kritischer Selbstaufmerksamkeit an, beispielsweise wenn ich meine Privilegien verstehe und die Ressourcen wahrnehme, die ich vielleicht selbstverständlich nutze, aber viele andere können das nicht. Ich muss erkennen, dass mein Verhalten für viele andere Konsequenzen hat und versuchen, das mit zu bedenken und Verantwortung im Kleinen zu übernehmen.

Natürlich geschieht die maßgebliche Veränderung auch kollektiv und nicht nur individuell, also durch veränderte Politik. Hier sehe ich auch die notwendige Verbindung zu Equality, etwa gleicher Zugang zu Naturschutz, und Klima, etwa „Autokorrektur“ (ein Begriff der Zukunftsaktivistin Katja Diehl), das ist eine Verkehrspolitik, die viel stärker auf diversifizierte Mobilität und massive Reduzierung des Auto-zentrierten Verkehrs abzielt.

Ich engagiere mich auch bei StepUp.One, wo wir Flüchtlinge trainieren und mit Hands-on Social Media und Digitalen Kompetenzen ‚empowern‘. Wir helfen Ihnen, sich selbst zu helfen und gezielt in den ersten Arbeitsmarkt einzutreten. Sie arbeiten dann in bezahlten Jobs als Social Media Manager und Content Creator.

In der Arbeitswirklichkeit setze ich mich auch in meinen Trainings dafür ein, dass wir stärker mit Expertenteams mit unterschiedlichen kulturellen und sich ergänzenden fachlichen Kompetenzen arbeiten. Das ist mir ein ganz wichtiges Anliegen. Aufgrund der schnellen Veränderungen müssen wir heute in wechselnden Teams zusammenarbeiten und immer auch eine globale Perspektive mitbedenken. Das kann man in Trainings und Design Sprints simulieren. Denn „Diversität“ wird für die weitere dynamische Entwicklung unserer digitalen Netzwerkgesellschaften ausschlaggebend sein. Alles um uns herum und in unserem Alltag verändert sich rasant, gleichzeitig sind globale und lokale Interessen voneinander abhängig. Durch Corona ist diese Lektion auf tragische Weise sichtbar geworden. Wir müssen es hinbekommen, für die Fragen und Lösungen, die wir in unseren Gesellschaften, Unternehmen und Schulen werden bearbeiten müssen, viele unterschiedliche Perspektiven einzubinden – sonst verspielen wir die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten. Die Uhr steht bereits auf fünf vor zwölf.

Wie es sich für eine echte Content Queen gehört, habe ich am selben Tag wie die englische Queen Geburtstag, am 21. April. Sie feiert immer im Sommer, wenn das Wetter angeblich für die Parade besser ist. Ich feiere nur, wenn es sich ergibt. Bei meinem ersten Besuch in London während einer Schulreise, bin ich zum Buckingham Palace spaziert, habe den Queen’s Guards meinen Pass gezeigt und gefragt, ob Sie mich bei ihr zum Tee anmelden. Nein, ich glaubte nicht daran, dass sie mir die Türe öffnen würden. Aber ich wollte sie dazu bringen, dass sie mit mir kommunizieren, ihr Gesicht verziehen, lächeln oder etwas sagen. Nichts geschah, sie blieben reglos und stummer als die Nussknacker. Glücklicherweise verlaufen meine Gespräche sonst lebhafter.

Irgendwann im letzten Frühjahr 2020 tauchten die Content Queens (CQ) in meinem Gesichtsfeld auf LinkedIn auf und wie man so schön sagt, ich fing an, in einige der Gespräche auf dem CQ Profil hineinzuhören. Schließlich wollte ich für mein neues Buch „Social Storytelling. Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“, das am 23. April beim Rheinwerk Verlag erscheint (yippie!), unbedingt eine weibliche Expertin zu Medienrecht und Social Media finden, die ihre Tipps im Buch mit uns teilt.

Ich fragte eine Content Queen über eine private Nachricht nach einer Empfehlung. Tatsächlich habe ich so die preisgekrönte Journalistin, Dozentin und frühere Leiterin der Social Media Redaktion der „Berliner Morgenpost“ Deana Mrkaja kennengelernt und wir arbeiten jetzt zusammen.

Danach habe ich mit der inspirierenden CQ Gründerin Christine van Tübbergen direkt gesprochen. Sie lud mich ein, als Mentorin und Content Creator dem Netzwerk beizutreten. Jetzt helfe ich als Lead für Intro-Videos und YouTube.

Mich überzeugt die Grundidee eines globalen Netzwerks mit weiblichen Expertinnen für Content Creation, eCommerce und Kommunikation. Das ist eine Top Idee und übrigens auch gelebte Diversität. Mich überzeugt außerdem das fantastische Dreier-Leitungsteam mit Christine van Tübbergen, unsere Expertin für eCommerce und für mich auch eine superbegabte Kommunikatorin, mit New Work Spezialistin Eva Holden, und mit Melanie Mira Fischer, unsere brilliante professionelle Schauspielerin und Event Managerin, auch für Kunstausstellungen. Sie haben alle drei viel zu erzählen, es macht Spaß ihre digitale Kompetenz und ihre Aufmerksamkeit für andere zu erleben und mit ihnen neue Projekte auszuhecken.

Und unter den Content Queens habe ich natürlich schon einige wunderbare Mitstreiterinnen getroffen, zum Beispiel Irina Plochinger, Stratval Communications Berlin, mit der ich bald auf YouTube ein regelmäßiges Format zum Thema Neue Technologien und Content Marketing bespielen werde. Oder die Instagram und Social Media Expertin Anna Turner, die bisher von Arizona und bald wieder von Wien aus Social Media Accounts von kleinen und mittelständischen Unternehmen betreut und Reichweite aufbaut. Mir macht es große Freude, ihren Stories zu folgen und mit ihr zusammen zu arbeiten, weil sie sich traut, Neues auszuprobieren und es versteht, glasklare Content Strategien zu entwickeln und professionell und kreativ umzusetzen.

Ja, auf zwei Events freue ich mich schon sehr und ihr könnt mich sehr gerne dabei begleiten und alles mitverfolgen:

Auf mein neues Buch „Social Storytelling. Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“. Es erscheint am 23. April im Rheinwerk Verlag; ich schreibe es zusammen mit meinem „Partner in Crime“ Devadas Rajaram, Experte für Digitalen Journalismus und Multimedia Storytelling. Mit uns teilen auch inspirierende Experten ihre Tipps. Mit dabei sind Sascha Gottschalk, der CEO von „Filmemacher Deutschland Produktion“, die preisgekrönte Journalistin und Social Media Expertin Deana Mrkaja und der junge Marketing Manager Maximilian Wolf, der seit fünf Jahren „FaqYou“ und die „Ohhh! foundation“ rockt. Besonders freue ich mich auch über den Input von Europas Top TikTok Experten Adil Sbai, CEO von WeCreate, und Herrn Anwalt alias Tim Hendrik Walter. Eine klasse Mischung. Gemeinsam erklären wir verständlich und ganz praktisch, worauf Du bei Mikrogeschichten achten musst, wie Du schnell pfiffigen Content professionell mit dem Smartphone produzierst und wie Du Social Media Storytelling ohne große Kosten für Dich nutzen kannst. Und auch wenn Du von Storytelling fasziniert bist, bist Du bei unserem Buch richtig. Wir zeigen Dir, warum die „Heldenreise“ ausgedient hat und wie Du kurze Stories im Social Web baust. „Stay tuned“, am 23. April hat das Warten ein Ende und übrigens kannst Du unser Buch schon jetzt vorbestellen!

Der April ist sowieso mein Lieblingsmonat und besitzt eine enge Verbindung zu einem meiner anderen Bücher, das mir sehr wichtig ist und jeder lesen sollte, der sich für den Zweiten Weltkrieg interessiert. Vor fünfzehn Jahren erschien die Biographie von Mietek Pemper, des Holocaustüberlebenden und Kronzeugen der Anklage in den polnischen Auschwitz-Prozessen. Ich habe die Biographie als Ko-Autorin recherchiert und geschrieben und auch den richtigen Verlag dafür begeistern können, nämlich Hoffmann Und Campe in Hamburg. Ich werde nicht vergessen, wie der erfahrene Lektor Jens Petersen von Hoffmann Und Campe mich an meinem Geburtstag am 21. April 2003 anrief und mir die Zusage für das Buch gab. Ein Jahr später erschien “Mietek Pemper, Der rettende Weg. Schindlers Liste – Die wahre Geschichte“ und letztes Jahr gab es sogar eine Neuauflage. Ist gemeinsam mit Mietek Pemper verfasst und wirklich sehr lesenswert. Er ist ein außergewöhnlicher Zeitzeuge mit einem fotografischen Gedächtnis und sehr feinem Sprachvermögen. Seine Persönlichkeit haben wir versucht in das Buch zu übertragen, und ich glaube, das ist gut gelungen. Das Buch sollte jeder lesen, vor allem auch junge Menschen, weil es so eindrücklich beschreibt, wozu einzelne Menschen fähig sind, im Guten wie im Bösen.

Meine nächste Indienreise wird mich nach New Delhi und Kerala bringen, wo ich bei der Eröffnung des neuen „Dr. Herman Gundert Museum and Study Centre“ dabei sein möchte. Die Jury des Gisela-Bonn-Preises hat mich 2020 für meine Zusammenarbeit mit diesem Zentrum und meine Leistung für die Beförderung der Deutsch-Indischen-Beziehungen ausgezeichnet und der Preis besteht in einer offiziellen Reise. Davon werde ich berichten und mich weiter für die damit verbundenen Communities engagieren.

Die wichtigsten Infos in der Übersicht

  • Marie Elisabeth hat an Hochschulen in Deutschland, Kenia, England, Dänemark, Norwegen, Indien und in den USA gelehrt.
  • Ihr Herzthema ist Diversität, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Arbeitswelt.
  • Sie engagiert sich bei StepUp.One, wo Flüchtlingen digitale Kompetenzen nähergebracht werden, damit sie in den ersten Arbeitsmarkt eintreten können.
  • Marie Elisabeth hat am selben Tag Geburtstag wie die englische Queen: dem 21. April.
  • Ihr neues Buch „Social Storytelling. Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“ erscheint am 23. April beim Rheinwerk Verlag.
  • Marie Elisabeth wurde 2020 mit dem Gisela-Bonn-Preis für ihre Leistungen in der Förderung der Deutsch-Indischen Beziehungen ausgezeichnet. Im Rahmen dessen reist sie dieses Jahr nach Indien, um bei der Eröffnung des neuen „Dr. Herman Gundert Museum and Study Centre“ dabei zu sein.

Marie Elisabeth stellt sich selbst in einem Video vor

Marie Elisabeth hat für uns Content Queens ein kurzes Mini-Interview von sich selbst auf Englisch aufgenommen. Diese Art der Kurzvorstellungen sollen in Zukunft alle Mitglieder des Netzwerks bekommen.

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Marie Elisabeth im Content Queens Online Shop

Wenn du jetzt neugierig darauf geworden bist, mit Marie Elisabeth zusammenzuarbeiten, habe ich fantastische Neuigkeiten für dich: In unserem Content Queens Online Shop gibt es ganze sieben Produkte bzw. Dienstleistungen, die du ganz einfach erwerben kannst.

Dr. Marie Elisabeth Mueller im Web

Als Trainerin für Digital Journalism ist unsere Content Queen of the Month, Marie Elisabeth, natürlich auf allen Plattformen im Internet vertreten. Schau dir ihre Webseite an, wirf einen Blick auf ihr Portfolio oder vernetz dich direkt mit ihr auf LinkedIn, Twitter, Instagram, Snapchat, TikTok oder Facebook!