Mein CQ Lifestyle: Meeresluft macht kreativ und glücklich

Content Queens Global Katharina Körfgen
  • Name: Katharina Körfgen
  • Wohnort: Les Landes – Frankreich
  • Job-Bezeichnung: Freelance Journalistin/Redakteurin

 

Morgens in der Früh ist es am Meer am schönsten. Bevor die Sonne aufgeht, noch niemand auf dem Sand seine Spuren hinterlassen hat und die Luft noch voller frischem Meeressalz ist. Wer hätte gedacht, dass ich jemals das große Glück haben werde, jeden Morgen so beginnen zu dürfen – ich jedenfalls nicht. Zwar habe ich schon als Teenager davon geträumt, eines Tages am Meer zu leben, aber nun ja, wer hat diesen Traum nicht schon einmal gehabt. Hirngespinste, Tagträumereien, Schabernack.

Über mich

Nun bin ich kein Teenager mehr, sondern Anfang 30 und wohne am Meer an der französischen Atlantikküste. Mein Surfbrett liegt griffbereit in meinem Bulli, mein Duschabfluss ist dauernd kiloweise mit Sand verstopft und abends gibt eine Portion am Sonnenuntergang – klischeehafter geht es wohl kaum. Mein Weg hier her war sehr emotional, voller Abenteuer und vieler Hürden. Wenn ich die letzten zehn Jahr Revue passieren lasse, wird mir ganz schwindelig. Da habe ich es doch tatsächlich geschafft, mir ein Leben am Meer aufzubauen- Halleluja!

Anfangen hat alles mit meinem ersten Surfkurs vor dem Abitur in Frankreich. Damals hat mir zwar das Surfen nicht sonderlich getaugt, aber das ganze Drumherum: die langen Tage am Meer, der Duft der Pinienwälder und die vielen besonderen Menschen. Ich war verliebt in die Freiheit und das Meer und wollte immer mehr davon. Daraufhin folgten sieben weitere Jahre Frankreich-Surf-Urlaub in den Semesterferien, ein Jahr Australien-Aufenthalt nach dem Studium in Byron Bay, ein Trip nach Indonesien und drei Jahre lang ein Leben in Portugal in meinen geliebten Bullis Bruno und Bolle. Das Surfen ist mein ständiger Begleiter gewesen und die Küsten mein Zuhause.

Auf dieser langen Reise habe ich aber noch eine weitere Sache entdeckt, die mich glücklich macht: das Schreiben. Mein Kopf war voll mit Geschichten von Abenteuern, die erzählt werden mussten und so habe ich nach meiner Zeit in Australien mit einer Freundin ein Online-Surfmagazin gegründet. Aus dem anfänglich hobbymäßigen Schreiben ist im Laufe der Zeit mein Beruf geworden: Ich habe immer mehr und mehr Texte für verschiedenste Plattformen, Kunden und Branchen geschrieben, ein Journalismus Studium angeschlossen und mich neben dem Surfen voll und ganz dem Schreiben gewidmet.

Lange Zeit habe ich mich gefragt, wie man sich ein Leben am Meer finanzieren kann und ob so etwas in der Realität überhaupt machbar ist. Heute weiß ich auf jeden Fall, dass es nicht leicht ist und man viel Energie und Disziplin braucht. Ich weiß aber auch, dass man seiner Intuition folgen sollte, denn wenn man das macht, was sich richtig anfühlt, wird man dort hinkommen, wo man sein soll. Klingt pathetisch, ist aber so.

Nun arbeite ich freiberuflich als Journalistin und es ist wohl der für mich weltbeste Job. Natürlich könnte ich auch in einer Festanstellung in Deutschland arbeiten, aber das fühlt sich alles andere als richtig an. Ich liebe es mein eigener Chef zu sein, meine Zeit selbst einteilen zu können, mich an meinen Schreibtisch in meiner Wohnung zu setzen und in der Pause mit meinem Hund an den Strand zu fahren. Das Ganze hat aber auch natürlich seine Tücken: Ich arbeite auch mal am Wochenende und habe keine Kollegen neben mir sitzen, mit denen ich mal eben ein Kaffee trinken kann. Vom Thema „Steuern als Freiberufler“ mal ganz zu schweigen. Womit ich allerdings überhaupt kein Problem habe, ist mit Selbstdisziplin oder Motivation. Schon verrückt, ich freue mich jeden Morgen auf meinen Arbeitstag. Okay, schwierig wird es, wenn die Wellen richtig gut sind, ich aber arbeiten muss. Trotzdem alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Meine Einstellung zu Netzwerken

Eine der ersten Lektionen, die ich im Leben als Freiberufler gelernt habe ist es, dass Kontakte das Wichtigste sind, um erfolgreich zu arbeiten. Und dabei kommt es nicht auf die Anzahl der Kontakte an, sondern auf die „Qualität“ der Kontakte. Ich sammel keine Kontaktanzahl auf Xing oder LinkedIn, sondern fokussiere mich darauf, die „richtigen“ Kontakte zu knüpfen und zu halten. Ich stehe gerne im Austausch mit meinen Kunden, freue mich über persönliche Empfehlungen und glaube, dass kleine Netzwerke einen vielen höheren Stellenwert haben, als gigantische Plattformen. Das verhält sich wie bei Freundschaften: Lieber wenig Freunde, dafür aber wahre. Daher passt auch das Konzept der Content Queens perfekt zu mir: Eine kleine, persönliche Plattform mit starken, tollen Frauen, die alle ihr Handwerk beherrschen und mit Herzblut bei der Sache sind.

Warum ich eine Content bin und was mir wichtig ist

Ich fühle mich zwar nicht wie eine Queen, alleine schon, weil ich als Kind noch nie Prinzessin werden wollte, aber die Sache mit dem Content, die kann ich schon sehr gut. Was mir besonders gut an meinem Beruf gefällt ist, dass ich mich immer wieder in neue Themenbereiche reindenken muss und meine Perspektive ändern kann. Langeweile kommt also nie auf! Besonderen Wert lege ich auf Zuverlässigkeit, Kreativität, Professionalität und Pünktlichkeit. Diese Dinge zeichnen meine Arbeit aus! Wenn ich so recht drüber nachdenke, bin ich also vielleicht doch eine kleine Queen…

Abschließend möchte ich niemanden grüßen, auch wenn sich meine Oma sicherlich freuen würde, sondern dem Meer und den Wellen dafür danken, dass ich nun hier an diesem Sonntag an meinem Schreibtisch in Frankreich sitze und voller Kreativität und salziger Glückseligkeit sprühe!